| Geschichte der DRK-Bereitschaft Biedenkopf |
Nachdem der Schweizer Bürger Henry Dunant nach der Schlacht von Solferino im Jahre 1859 die Idee zur Gründung einer weltweit anerkannten Hilfsorganisation in die Tat umsetzte, wurde dieser Gedanke auch im Kreis Biedenkopf angenommen und mit der Gründung eines Kreiskomitees zur Pflege verwundeter und erkrankter Krieger am 06.Juli 1866 fortgesetzt. Am 17. Mai 1871 schliessen sich die im Amtsgerichtsbezirk Biedenkopf wohnenden Mitglieder des Kreisvereins zu einem Ortsverein zusammen. Die heutige Bereitschaft Biedenkopf geht aus der freiwilligen Sanitätskolonne Biedenkopf hervor, die nach Vorgesprächen mit dem Vorsitzenden des Rot Kreuz Vereines Landrat von Heimburg und dem Kreissekretär Jäger im Oktober 1902 ins Leben gerufen wurde. Die ersten 14 Mitglieder setzten sich fast ausschliesslich aus dem damaligen Kriegerverein zusammen. Der erste Kolonnenführer und zugleich Kolonnenarzt war der damalige Kreisarzt Dr. Lademann, Schriftführer und Kassenwart waren Max Helwig und Karl Jakobi. Durch Werbung und gezielte Ausbildung vergrößerte sich die Sanitätskolonne von Jahr zu Jahr. 1910 wurde erstmals eine größere Übung gemeinsam mit anderen Sanitätskolonnen des Kreises Biedenkopf auf dem Gelände des Hüttenvereins in Ludwigshütte durchgeführt. Nach Beendigung des 1. Weltkrieges führte man auch weiterhin Übungsabende durch, bis 1923 mit dem ersten Ausbildungslehrgang begonnen wurde. Im Jahre 1937 wurden die freiwilligen Sanitätskolonnen in Bereitschaften umbenannt. Der damalige Bereitschaftsbezirk Biedenkopf erstreckte sich von Breidenbach, Oberdieten, Achenbach über Gönnern Dautphe bis Buchenau. Während des 2. Weltkrieges waren 43 Helfer aus unserer Bereitschaft im Kriegseinsatz. Die daheim gebliebenen Kameraden besetzten abwechseln die Unfallhilfsstellen. Direkt nach dem Zusammenbruch in 1945 wurde die Bereitschaft neu gebildet. Es fanden sich einige alte aktive Mitglieder, die dem Rot Kreuz Leben in Biedenkopf Auftrieb gaben. Als Bereitschaftsarzt fungierte Dr. Nester. Nach dessen Tod übernahm Dr. Fritz Thon die Funktion des Bereitschaftsarztes. Das Reichsgesetz von 1937 über das Deutsche Rote Kreuz schuf neue Organisationsformen, besonders für den weiblichen Sanitätsdienst. Nachdem die Rot Kreuz Frauen zunächst im Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz Dienst taten, wurde im gleichen Jahr in Biedenkopf und den Gemeinden Kombach, Wallau, Dexbach und Engelbach eine weibliche Sanitätsbereitschaft gegründet. Die Führung in der Stadt Biedenkopf selbst übernahm Frau Tekla Schwehn und für die ländlichen Ortschaften Frau Elfriede Walther. Es fanden sich in dieser Bereitschaft 80 Helferinnen zusammen. Viele Helferinnen aus unserer Bereitschaft wurden als Schwesterhelferinnen ausgebildet und haben freiwillig Dienst im 2. Weltkrieg in Lazaretten sowohl an der Front wie auch in der Heimat getan. Ebenfalls der Krankentransport und Rettungsdienst wurde in dieser Zeit zum größten Teil von Frauen durchgeführt. Die weibliche Bereitschaft wurde ebenfalls nach 1945 neu gegründet.
Sehr erfolgreich nahmen Wettbewerbsgruppen der DRK Bereitschaft Biedenkopf einschließlich des Zuges Dexbach – Engelbach bei den Erste Hilfe und Sanitätswettbewerben teil. Durch stetige Aus- und Fortbildung stellen sich die Mitglieder der DRK Bereitschaft immer wieder neuen Herausforderungen.
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